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exile's garden twilight universe ♦ London & Volterra ♦ L3S3V3


Das Exile's Garden baut auf dem Twilight-Fandom rund um die Geschichten von Stephenie Meyer auf. Mit einigen Änderungen bietet das Forum Original- und eigenen Charakteren ein Zuhause in London und Volterra. Das Forum spielt im Jahr 2020 und somit 13 Jahre nach dem Ende von „Bis(s) zum Ende der Nacht“.
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08.04.2024 Die Whiteliste wurde erfolgreich gelöscht.
01.04.2024 Die neue Whitelist ist aktiv!
01.04.2024 Wir wünschen allen wunderschöne freie Oster-Tage!
06.03.2024 Die Blacklist wurde vorzeitig deaktiviert, da alle Charaktere gestrichen wurden.
01.03.2024 Unser High Five wurde erfolgreich beendet! Danke für euer Engagement.
01.03.2024 Die neue Blacklist ist aktiv!
08.02.2024 Die Whitelist wurde erfolgreich gelöscht.
01.02.2024 Die neue Whitelist ist aktiv!
13.01.2024 Unser erster High Five hat gestartet!
13.01.2024 Der erste Zeitsprung hat stattgefunden.
08.01.2024 Die Blacklist wurde erfolgreich gelöscht.
01.01.2024 Die dritte Blacklist ist aktiv!
24.12.2023 Wir wünschen allen besinnliche Feiertage!
11.12.2023 Die Whiteliste wurde erfolgreich gelöscht.
01.12.2023 Die neue Whitelist ist aktiv! Sie ist bis zum 11.12. aktiv.
01.12.2023 Im Dezember kommt es zu eingeschränkter Team-Erreichbarkeit.
01.12.2023 Der Wordathon wurde erfolgreich beendet, vielen Dank an alle Teilnehmenden! Ihr wart großartig. ♥
23.11.2023 In der dritten Wordathon-Phase haben wir uns übertroffen und starten nun die letzte Phase!
16.11.2023 Die zweite Wordathon-Phase war ein voller Erfolg und läutet die dritte Phase ein!
09.11.2023 Die erste Wordathon-Phase ist abgeschlossen und die zweite beginnt!
08.11.2023 Die Whiteliste wurde erfolgreich gelöscht.
01.11.2023 Die neue Whitelist ist aktiv!
31.10.2023 Zum Geburtstag und dem NaNoWriMo startet unser Jubiläums-Wordathon!
31.10.2023 Happy 1st Birthday!
04.10.2023 Willkommen zurück, die Sommerpause endet!
08.06.2023 Die Whitelist wurde gelöscht.
31.05.2023 Viel Spaß beim Community Event!
31.05.2023 Im Juni erwarten euch White- und Blacklist mit Sonderregeln! Viele Canon-Charaktere sind wieder frei.
11.05.2023 Das Team ist wegen interner Abwesenheit aktuell nicht vollständig erreichbar. Anliegen werden daher zeitverzögert bearbeitet.
09.04.2023 Wir wünschen euch frohe Oster-Feiertage!
08.04.2023 Die Whitelist und alte Discord-Karteileichen wurden gelöscht!
04.04.2023 Es gibt Neuigkeiten zu unseren Plots!
01.04.2023 Die neue Whitelist ist aktiv!
08.03.2023 Die Blacklist wurde erfolgreich gelöscht.
01.03.2023 Die zweite Blacklist ist aktiv!
01.02.2023 Es ist soweit: Die erste Exile's Garden Posting-Extravaganza beginnt. Unser Ziel: 183 Posts bis Ende Februar. ♥
01.02.2023 Die neue Whitelist ist aktiv!
08.01.2023 Die Blacklist wurde erfolgreich gelöscht.
01.01.2023 Wir hoffen, ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht und auf ein erfolgreiches 2023.
24.12.2022 Allen Weihnachts-Feiernden wünschen wir besinnliche Feiertage, fleißige Weihnachtsmänner und -frauen und/oder ein fleißiges Christkind!
19.12.2022 Happy Birthday to you, liebe Jule! Ich wünsche dir alles Gute zu deinem Geburtstag. ♥
18.12.2022 In wenigen Tagen weihnachtet es und in diesem Sinne wünschen wir einen schönen vierten Advent und ein schönes Chanukka-Fest!
11.12.2022 Wir wünschen allen einen ruhigen und vorweihnachtlichen dritten Advent.
06.12.2022 Hoffentlich habt ihr alle eure Schuhe geputzt, denn wir wünschen euch einen schönen Nikolaus-Tag!
04.12.2022 Wir zünden die zweite Kerze an und wünschen euch einen besinnlichen zweiten Advent!
01.12.2022 Wir wünschen einen schönen ersten Dezember und bringen euch einen Merry Christmas-Bereich für mögliche Feiertagsszenen mit!
27.11.2022 Wir wünschen euch einen wunderschönen ersten Advent und eine besinnliche Vorweihnachtszeit!
31.10.2022 Willkommen im exile's garden! Das Forum hat ab heute offiziell eröffnet. ♥ Wir freuen uns sehr darauf, dabei zuzusehen, wie eure und unsere Ideen Wirklichkeit werden.
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London Zirkel Regen prasselt auf den Boden, während die Nacht tiefe Schatten wirft. Der kühle Wind frisst sich in erhitzte Leiber, die sich eifrig dem Londoner Winter entgegenstellen. Doch das, was scheint wie immer zu sein, stellt sich alsbald als Lüge und irrsinniger Trugschluss heraus. Das Flüstern wird lauter, Gerüchte präziser - über eine Nachricht, die Krieg bedeuten kann. Alle Bestrebungen, dieses Geheimnis zu binden, haben versagt. Die Wut kocht hervor, zerbricht die fragile Ruhe im Westen Londons. Angst und Unsicherheit breiten sich aus wie ein Schatten über der Stadt, und die Sicherheit, die sie einst genossen hatten, beginnt zu bröckeln. Sie sind nur einen Steinwurf davon entfernt, ein Feuer zu entfachen, das niemand zu löschen vermag. Ein Steinwurf im Glashaus.
Children of the Moon Blut, Qualen und Tod schweben bereits seit dutzenden Jahren über den Children of the Moon, sind die Geißel aller vergangenen und kommenden Generationen. Doch allen intensiven Bemühungen, die verbliebenen Werwölfe und Werwölfinnen von dieser Welt zu tilgen, zum Trotz sind sie noch am Leben. Sie verstecken sich, suchen gezwungener Maßen den Schutz der Dunkelheit, der Kanalisation, der Einsamkeit. Einmal im Monat rasseln Ketten unter den Straßen der Stadt, ziehen und zerren an festen Stahlträgern in abgelegenen Bunkern oder Kellern. Sie haben überlebt, doch das, was sie haben, das nennen sie nicht Leben. Die Unzufriedenheit wächst, sie gedeiht mit jedem neuen Exempel, das statuiert wird, mit jedem unnötigen weiteren Tod eines Children of the Moon. Es brodelt – schon seit Jahrzehnten, ach, Jahrhunderten. Und niemand hört es, sieht es kommen.
Volturi Lange Zeit konnte man sich in den steinernen Hallen auf dem Thron ausruhen, konnte sich darauf verlassen, dass alles seiner Dinge gehe, alle folgen würden, wohin die blinden Schafe doch geführt würden. Sie, die Volturi, als getreue und umsichtige Führer:innen einer Herde voll von überwiegend dummem und einfältigem, ja nutzlosem, Gefolge. Zu lang ruhte man sich auf der Gewissheit aus, niemals angefochten oder angezweifelt zu werden, zu lang war man untätig, hat sich in der Sonne gesuhlt und anderen Gesetze auferlegt, die mit eiserner Hand verfolgt wurden. Seit jenem schneebedeckten Tag in Forks schien Unruhe in den bislang eingerosteten Apparat gekehrt zu sein. Die Zahnräder drehen sich mühsam, doch sie gehen voran, immer weiter und weiter. Ob sie das zum Sieg führt?
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March
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April
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Spieler:innenübersicht
Berrie
Berrie
“Ich für meinen Teil, als amtierende mehrfache Schönheitskönigin in der Altersklasse drei bis vierzehn Jahre, -” dabei zeige ich auf mich “-halte mich für hochqualifiziert um zu beurteilen, was schön ist. Und du-”, dabei streiche ich ihr eine Strähne aus dem Gesicht, “-bist sowohl da-”, ich fahre in der Luft die Konturen ihres Gesichts und Körpers nach, “-als auch da-”, dabei deute ich auf ihr Herz, “-der schönste Mensch, den ich kenn.” Destiny’s Child stimmt gerade im Hintergrund das nächste Li
- Farah Evangeline Crescent
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Deutsch und EnglischBevorzugte Postsprache
UnterschiedlichBevorzugte Postlänge
1. PersonBevorzugte Postperspektive
Charaktere
Juliette Robinson
Du hast’n ausgeprägtes Aggressionsproblem und das ist kein Scherz. Ehrlicherweise würdest du dich mit ´nem Faustschlag für jeden solchen Kommentar bedanken und dann gleich das Klischee bestätigen. Dein Leben hat’s nicht so gut mit dir gemeint, aber du vergießt keine Tränen für deine Vergangenheit, nur noch Blut für die Zukunft, ha! Na, ganz so dramatisch war’s dann nicht, aber dein Leben hätte heute sicher anders ausgesehen, wenn’s damals … naja, sei’s drum. Ist, wie es ist. Du bist, wie du bist. Und obwohl sich die meisten, die dich zu Gesicht kriegen, einig darin sind, mit dir nichts zutun haben zu wollen, steckt da ja doch dieses eklig Süße in dir, dass du sogar dumme Häubchen mit dummen Katzenohren zu deiner dummen Schürze mit dummen Pfötchen anziehst, um dir ein paar Kröten mehr am Tag zu verdienen. Wenn die Schicht endet, sitzt du aber schon wieder provokativ breitbeinig auf’m Bike und drängelst alte Damen von der Straße (manchmal, nicht oft). Du lebst dein Leben, so, wie es kommt und jeden Tag, als wär’s dein letzter. Gibst dir in dem Rahmen, der dir möglich ist, wirklich Mühe. Schaffst Geld ran für Menschen, die’s nicht können, stellst dich selbstverständlich schützend vor deine beste Freundin, die in der Vergangenheit wohl in einen Zaubertrank mit Anabolika gefallen ist, aber für dich ist’s selbstverständlich, ihre Ehre zu verteidigen. Für einen Mensch bist du ganz schön robust und widerstandsfähig in dieser wilden Welt, von der du so gar keine Ahnung hast. Aber woher auch, wer soll’s dir gesagt haben.
Mensch
26 Jahre alt
Nova Belle Vernon
Dein Leben hätte sicher ganz anders verlaufen können. Hätte, könnte, wäre. Ist es nicht. Du stehst hier, heute an genau diesem Ort. Deine Hände sind blutig, dein weißer Kaschmir-Pullover hoffnungslos versaut. Du starrst entgeistert in den teuren Spiegel deiner Wohnung und was du da siehst, das bist bestimmt nicht du. Du hast erwartet die Nova zu sehen, die du vor zwei Wochen noch warst. Erfolgreich, eine intelligente angehende Chirurgin mit ruhigem Händchen und dem Blick für die wesentlichen Informationen. Du erkennst dich nicht wieder; deine Hände sind kalt – du bist kalt. Aber du frierst nicht. Auch wenn man dir nachsagt, eine Eiskönigin zu sein, dein Herz sei aus doppelt gefrorenem Eis und deine Patient:innen hassen dich für deine Körpertemperatur von geschätzten -10 Grad Celsius, aber das, das hier, das ist anders. Du kannst den Finger nicht darauflegen, vielleicht ist es die Trennung, die dich so sehr mitnimmt. Die tragisch-mitleidigen Blicke deiner Familie, die so entsetzt sind, dass du vielleicht doch einsam und allein alt werden musst, weil einfach niemand dich mag. Viele geben es vor, um die Vorteile zu genießen, die es mit sich bringt, eine Vernon-Tochter zu mögen, aber ehrlich, es sind nur wenige, die du hinter deine Fassade blicken lässt. Und jetzt? Jetzt stößt du auch die von dir weg, verbarrikadierst dich in deinen eigenen vier Wänden und findest dich dann trotzdem nachts wie eine elende Stalkerin vor eurer alten Wohnung wieder, obwohl du schwören könntest, nie wieder dorthin zu wollen. Es zieht dich irgendwie magisch an. Und dann, dann blutest du wieder. Oder; ist es wirklich deines?
Vampirin
26 Jahre alt
Felix Volturi
Wenn du an die Decke starrst, dann starrt sie zurück. Alles wie immer. Wenn du deine Schleifen drehst, quietschen deine Schuhe auf dem glatten Boden. Alles wie immer. Wenn du deine Zähne in den Hals junger Mädchen stößt, schreien sie, aber oft nur kurz. Alles wie immer. Dein Leben dreht sich seit über achthundert Jahren im Kreis und immer wieder siehst du dich damit konfrontiert, ein bisschen mehr Aufregung, ein bisschen mehr Leben in deinen Alltag als Unsterblicher zu bekommen. Die Langeweile ist dein ärgster Feind, doch er lässt sich gut bekämpfen mit einem besten Freund. Zu zweit schleicht ihr durch die Gänge, knobelt die Wetten aus, die niemand wirklich ernsthaft gewinnen kann. Seid bekannt für euren Schabernack und eure Ruchlosigkeit, gleichwohl auch für eure Loyalität, euren Einsatz, euer Leben für eure Familie. Du bist der Starke, oft genug reduziert auf das, was dich wirklich ausmacht: deine Kraft als Vampir. Oft genug aber auch unterschätzt. Etwas, das dich nur selten öffentlich zu tangieren scheint, so, wie dich generell nur sehr selten wirklich etwas aus der Fassung bringt. Du bist eine Konstante in Volterra, Teil der Volturi und auch das – ja, auch das seit über achthundert Jahren.
Vampir
832 Jahre alt
Henry Cavendish
Aus dem Fenster zu sehen, ist, wie in den Spiegel zu sehen. Siehst dein smartes Lächeln auf den großen Werbereklamen, siehst das Bewegtbild auf dem Piccadilly Circus, auf Social Media, im Fernsehen. Bist das Gesicht für L’Oréal, sponsored by Arsenal Football Club. Deine Sportkarriere hast du schon vor Jahren an den Nagel gehangen, doch noch heute tragen kleine und große Jungs stolz die 9 auf ihrem Trikot. Du hast den Traum vom Tellerwäscher bodenständigen Fußballspieler der regionalen Schulliga zum Millionär geschafft; hast die Visionen einer ganzen Generation geprägt. Mittags isst du gern Fish and Chips und dein Schweinehund, dich aufs Peloton zu setzen, wenn im Fernsehen gerade deine Lieblingssoap läuft, ist mindestens so groß, wie bei jedem anderen Durchschnittsmenschen. Schaut man genau hin und legt das Klatschblatt der Regenbogenpresse beiseite, fällt auf, dass du dich allgemein recht wenig von denen unterscheidest, die morgens mit der London Underground zur Arbeit fahren, sich unterwegs einen billigen Kaffee To Go holen und abends erschöpft auf einen Wäscheberg starren, der sich wider Erwarten nicht von selbst aufgelöst hat. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied: du fährst nicht Tube, du wirst gefahren. Urlaub machst du mit dem Privatjet und um die Wäsche kümmert sich eigenes Personal. Gut, bist vielleicht doch nicht ganz so, wie die anderen. Halt ein bisschen reicher. Ist dir aber trotzdem wichtig, dass du, wenn’s drauf ankommt, sehr wohl auf dem Boden geblieben bist. Willst nicht als neureicher Snob wahrgenommen werden, sondern als liebender (Ex-)Ehemann, als fürsorglicher Vater, als cooles Social Media-Meme, weil du dich von der Technik nicht abhängen lässt. Du bist ‘ne ganze Menge - und noch viel mehr bist du nicht. Bist ein einstiger Fußballstar, modelst heute Mal aus Spaß, bist Markenträger, setzt dich für die Förderung benachteiligter Kinder und von sozial schwachen Familien ein. Bist Familienvater, hast zwei wunderbare Töchter, eine bildschöne Frau. Erfolg steht dir auf die Stirn geschrieben - in dicken, rot-weißen Buchstaben. Was du nicht bist: eine pädagogisch wertvolle Erziehungsperson, moralisch fehlerfrei oder ganz deiner Ehefrau verfallen, die sich auffällig viel Zeit außerhalb eurer gemeinsamen Residenzen (Mehrzahl) aufhält. Bist nicht perfekt, hast eigentlich mehr Fehler, als Vorteile, aber auch den Charme, genau das zu einer Stärke zu machen. Cool Dad oder sexy Werbeikone und legendärer Fußballer klingt halt auch viel besser als Keine Ahnung von Nichts-Dad, Versager-Ehemann und abgehalfterter Sportler Anno Dazumal.
Mensch
48 Jahre alt
Valeria Ruiz-Lloyd
Spanisches Temperament trifft britische Konservative. Eine Latina, wie sie im Buche steht, feurig und nicht zu bändigen. Geboren in Madrid, ihres Zeichens Hauptstadt des schönen Spaniens, zog es dich erst vor Kurzem ins schöne England, das sich seither jedoch nur mäßig von seiner schönen Seite gezeigt hat. Es ist noch nicht lange her, da hast du deine Mutter verloren, bist aus deinem gewohnten Umfeld gerissen und sowohl mit einer neuen Kultur, als auch einer neuen Sprache konfrontiert worden. Du lebst dich nur langsam ein, nicht zuletzt die Konfrontation mit jenem Mann, der dir bislang nicht mehr als nur der Samenspender deiner Existenz war, erschwert dir deinen Start. Ein Kulturschock aller erster Güste. Adios Cañada Real, hallo teure Privatschule. Auf Biegen und Brechen folgst du deinen Idealen, doch immer wieder scheint das ein bisschen zu viel.
Mensch
17 Jahre alt
Liosha Sani
Dein Leben ist eine Verkettung von Ungerechtigkeiten, geprägt von Einsamkeit, Diskriminierung, Angst. Es nagt an dir, jede Stunde, jede Sekunde, dieses Wissen in dir zu tragen, nie länger an einem Ort zu verweilen, nie das Gefühl von Zuhause oder Familie zu kennen. Liebe und Zugehörigkeit rinnt dir aus den Fingern, alles was du berührst, wird zu dickflüssigem Blut, der deine Vergangenheit säumt. Verlust ist zum Alltag geworden, ebenso die Bemühung, sich niemals auf jemand anderen, als dich selbst zu verlassen, bist besessen von der Idee, eines Tages eine Welt zu hinterlassen, die besser ist, als die heutige. Deine Ideale treiben dich an, sie sind glorreich – zweifelsohne – und doch scheint der Zahn der Zeit Mittel und Wege gangbar zu machen, von denen du noch vor Jahrzehnten geschworen hättest, sie niemals gehen zu wollen, sie niemals nutzen zu wollen. Du weichst ab von deinem Pfad, geprägt von der Grausamkeit der Realität, hast zu viel verloren und nie etwas bekommen, um jetzt noch Tugendhaftigkeit zu beweisen. Einmal im Monat gewinnt das Tier in dir die Oberhand; diesen Kampf hast du vor Ewigkeiten verloren, doch es gilt, diesen einen, diesen, der wirklich zählt, endlich und ein für alle Mal zu gewinnen.
Werwölfin
77 Jahre alt
Jane Volturi
Dein ausdrucksloser Blick ist das Sinnbild für Kaltschnäuzigkeit, für Arroganz und fehlendes Mitgefühl. So viele Leben sind an dir vorbeigezogen, schier endlose Emotionen, Gedanken, Wünsche und Träume, noch mehr Leid, Verlust, Trauer und Tod. Es gibt kein Gefühl, das du nicht schon erlebt hast, keine Erfahrung, die du nicht schon gemacht hast, was dich heute dazu verleitet, eine Vielzahl davon nicht mehr zulassen zu wollen. Du bist nicht so zerbrechlich, wie du scheinst, hast Reißzähne, die anderer Leute Tod bedeuten und eine Gabe, die den Tod als Erlösung inszeniert. Als Gegenstück deines Zwillingsbruders bist du all das, was er ist und alles, was er nicht ist. Berechnend, skrupellos und beharrlich gleichst du seine Impulsivität aus, obwohl mancher Tage alles in dir schreit und rebelliert. Engelsgleich liegt dir die Welt zu Füßen, Männer, Frauen und Kinder, die du nur belächeln kannst, denn sie alle sind vergänglich, doch du und dein Bruder, ihr werdet ewig leben und sie alle überleben. Über ein Jahrtausend ist an dir vorbeigezogen, dein Leben als Vampirin wird geprägt durch deinen unermüdlichen Einsatz für deine Familie, für die Gruppe von Vampir:innen, die euch diese Form des Lebens einst ermöglicht hatte. Den Schein zu wahren, stets rational und konzentriert zu bleiben, hast du perfektioniert; nur einige wenige wagen den Blick in einen Abgrund, den du tunlichst zu schützen weißt. Er ist finster und endlos, dass du ihn mit einem Lächeln aus deinen Gedanken verbannst, ihn verdrängst und bekämpfst, jeden Gedanken in Schmerzen und Blut ertränkst, obwohl du selbst zu ertrinken drohst.
Vampirin
1289 Jahre alt
Edward Cullen
Du kannst die Tage zählen, die Stunden und Minuten bis zu dem Zeitpunkt, als dein Leben aus den Fugen geraten ist. Du erinnerst dich an den Schmerz, der deinen Körper sich schütteln ließ, doch nicht aufgrund der Infektion. Es war das schiere Verbrennen von innen, das dich in ein neues Leben brachte, an das du dich erinnerst, mit jeder Faser deines Körpers. Du kannst die Wochen und Monate voller Einöde, Langeweile und innerem Zwiespalt zählen, bis zu den Sekunden, die es gebraucht hat, dass sich dein ganzes unsterbliches Leben auf links krempelte. Du kannst die endlos langen Wimpern an ihren Augen zählen, wenn du ihrem Blick begegnest und andere haben das Zählen längst aufgegeben, wenn du ihr eines deiner bislang seltenen Lächeln schenktest. Dein Leben verläuft immer und immer wieder so ganz anders, als du gedacht hättest. Unerwartete Wendungen hinter jeder Ecke, neue Bekanntschaften, neue Freundschaften und Feindschaften für ein unendlich langes Leben. Du bist noch jung, so jung, ein Wimpernschlag in den Möglichkeiten der Vampir:innen und hast doch den Großteil damit verbracht, dich in Selbstmitleid zu suhlen, deiner Seele nachzutrauern, einem Leben, das kaum wirklich lebenswert sondern nur zum Tode verurteilt war. Jetzt ist alles anders; niemand hatte es kommen sehen, nicht Alice, nicht du. Eure Gaben machen euch zu etwas Besonderem, du bist etwas Besonderes, doch alles was du siehst, ist die pure und uneingeschränkte Perfektion derer, die dein Leben formen. Du bist ein Cullen, Teil eines Zirkels, einer Familie, die du mit Leib und Leben schützen würdest. Wo vor Jahren noch Trübsal und seelische Einsamkeit vorherrschte, steht jetzt bedingungslose Liebe. Du hast den Sinn gefunden, nach dem andere Jahrhunderte suchen. In deiner Frau, in deiner Tochter, in all denen, die dir eine Familie sind.
Vampir
118 Jahre alt
Elisabeth Eccleston
Betty, oh Betty. Du lächelst so schön – in fremde Gesichter, in die Kameras, dein Spiegelbild an. Dein Lächeln ist so warm und freundlich, es fällt dir nicht schwer, dich in die Herzen anderer zu stehlen. Du bist die Vorzeigetochter, so schön, so intelligent, aber niemals unhöflich, niemals zu laut oder zu kritisch, immer genau das, was du sein sollst zum genau richtigen Zeitpunkt. Du kannst dich einordnen, unterordnen, das sein, was man von dir erwartet und die Person sein, die es braucht. Dein kreativer Freigeist drückt sich in Worten und bunten Bildern aus, in witzigen Sprüchen, die dir keiner zutraut, das Image und den Ruf deines Arbeitgebers aber täglich verbessert. Du bist eine Eccleston und auch, wenn der Name in ausgewählten Kreisen elitäre Alarmglocken klingen lässt, fällt es Außenstehenden schwer, dich richtig einzuordnen. Manchmal bist du nur die „Tochter von“, manchmal bist du die „Schwester von“, die „Enkelin von“, anderer Tage hast du deine Position ja auch nur aufgrund deines Familiennamens erhalten und trotzdem können sie über dich nur selten Schlechtes schreiben. Du bist das weiße Schaf, die gute Tochter, die folgsame Tochter, die ihren Vater im besten Licht dastehen lässt. Wenn niemand zu genau hinsieht, rahmt das rote Haar nicht nur dein Gesicht, sondern überzieht deinen Körper; immer dann, wenn du das Tier in dir rauslässt. In der Wasserspiegelung erkennst du dein zweites Ich, der Rotfuchs starrt angestrengt zurück, ehe du die Spur aufnimmst; und folgst – so wie immer.
Wandlerin
30 Jahre alt
Farah Evangeline Crescent
Du lächelst; immer und immer wieder. Immer dann, wenn’s von dir erwartet wird. Und auch dann, wenn’s nicht so ist, weil’s dir in Fleisch und Blut übergegangen ist. Strahlst in die Kameras dieser Welt, kommst kaum hinterher die Nachrichtenanfragen auf Instagram zu sichten. Stehst parallel auf dem Stepper, während du für die nächste Algebra-Klausur lernst, durch deine Airpods klirrt ein fremdspracher Podcast, denn Frau von Welt kann sich auch in dieser Hinsicht nicht Lumpen lassen. Dass du noch längst keine Frau und schon gar nicht von Welt bist, spielt keine Rolle. Du wirst es sein - und das eher früher als später. Dein Tag müsste 72 Stunden haben, um all deinen Aufgaben nachzukommen; um dem Lernpensum deines Elite-Internats gerecht zu werden, täglich deine sechzig bis hundertzwanzig Minuten Sport zu treiben, zwei Mal die Woche zum Training und ein Mal die Woche zum Musikunterricht zu gehen, an einem Abend die Theater-AG zu besuchen, dich mit den neuesten Trends und Gerüchten auseinander zu setzen, Zeit mit deinen Freundinnen zu verbringen und - ach ja - bei jeder High Society Party deiner Eltern aufzutauchen, wenn die es gerade für notwendig befinden, dein pubertäres Leben höchstbietend an die Klatschzeitschriften zu verhökern. Du bist 17 und dein Terminkalender lässt selten weniger als eine 70-Stunden-Woche zu, aber was soll aus dir werden, wenn du nicht jetzt schon anfängst, die Grundsteine für deine Zukunft zu legen? Dass du mit dem sprichwörtlich goldenen Löffel im Mund geboren wurdest und technisch gesehen wahrscheinlich keinen Finger krumm machen müsstest und trotzdem zeitlebens ausgesorgt hättest, ändert nichts an dem Erwartungsdruck, der auf deinen durchtrainierten Schultern lastet. Der Druck, eine Crescent zu sein; eine vom Nebenzweig, Tochter der Zweitgeborenen, die nicht in den Genuss der primären Aufmerksamkeit, die mit diesem Namen einhergeht, kommt - und alles Erdenkliche dafür tut, sie trotzdem zu erlangen. Du bist in der Hinsicht eindeutig die Tochter deiner Mutter, hast ein bisschen zu viel Enthusiasmus abbekommen, der dann aber doch nicht reicht, um dir auf dem Schulhof die Krone aufzusetzen. Vermutlich könntest du, wenn du’s wolltest, aber wenn du eins recht schnell hast lernen müssen, dann, dass in deinen Kreisen nur sehr wenigen Menschen zu trauen ist. Und du? Du traust eigentlich sowieso nur einer so richtig. Deiner besten Freundin, ergo der, die sich an deiner statt selbst gekrönt hat. Schmerzte damals ein bisschen in deinem crescent-Herz, aber im Grunde weißt du, dass sie’s besser macht, als du. Denn du, ja du erfüllst nur ein Bild - das Bild, das andere von dir zeichnen. Dabei passt das Bild irgendwie nur so mittelprächtig zu dir, wie das Kleid aus der Vorjahressaison, das jetzt an der Hüfte zwickt, weil du nachmittags ein Macaron zu viel gegessen hast. Schade.
Mensch
17 Jahre alt
Camille Gillespie
Dass dein zweiter Name nicht “Pride”, sondern “Willa” ist, wissen nicht nur sehr wenige, sondern kommt angesichts der Tatsache, in welche Pfotenstapfen du später treten wirst, auch irgendwie unerwartet. Mit großen Schritten pirscht du auf die Zukunft zu, die dir völlig selbstverständlich in die Wiege gelegt wurde. Eine Selbstverständlichkeit, die sich durch dein gesamtes Leben zieht. Selbstverständlich wirst du Stillschweigen über euer Wesen bewahren. Selbstverständlich wirst du als große Schwester stets ein Auge auf Kleinen haben. Selbstverständlich wirst du deine Karriere so wählen, dass sie deiner Aufgabe auch dienlich ist. Manchmal, wenn deine Eltern dir den Rücken zukehren, machst du gegenüber deinen Geschwistern eine Kotz-Geste, denn eigentlich hast du gar nicht so viel Lust dazu, immer nur selbstverständlich zu sein, aber am Ende des Tages ist’s das, worauf es ankommt. Tagsüber schwingst du beherzt den Schlagstock und manchmal versenkst du Kugeln auf dem Ziel des Schießstandes, aber die meiste Zeit vertuschst du nur, was Euresgleichen den lieben langen Tag in London so treiben. Und da ist sie wieder, die Selbstverständlichkeit und mit ihr ein demonstratives Augenrollen, was ebenso zu deinem signature move geworden ist.
Wandlerin
34 Jahre alt
Wrenley Barlow
Du bist ´ne Weltverbesserin und gleichzeitig unverbesserlich. Betrittst du den Raum, scheint alles in schillernden Farben zu strahlen. Bist die Diskokugel deiner Zeit, gewissermaßen. Aufgewachsen unter einer Kinderschar, gesegnet mit Liebe, Fürsorge und der Möglichkeit, dich frei entfalten zu können, hast du früh den für dich typischen Eigensinn entwickelt; früh erkannt, dass du weder in Schubladen passt, noch eine große Freundin von dieser Denke bist. Nicht immer ist man dir dafür mit Verständnis begegnet, manchmal (oft) hast du im Büro des Rektors gesessen, warst Stammgast im Nachsitzen, ohne jemals wirklich schlechte Noten gehabt zu haben – im Gegenteil. In einer stereotypischeren Welt wärst du die Streberin vor’m Herrn, hättest zwei geflochtene Zöpfe und eine dicke Brille auf der Nase. Stattdessen leuchtet dein Septum im Dunkeln und deine Vita ist gespickt mit diversen Praktika bei Genderbeauftragten, Non-Profit-Organisationen und Nachhaltigkeitsinstitutionen. Immer dabei: der bunte Haufen, den du voller Überzeugung deine erweiterte Familie nennst. Deine besten Freunde und Freundinnen, deine Wahlfamilie, die deine ohnehin ziemlich große Blutsverwandtschaft ergänzt, seit du denken kannst. Sie begleiteten dich in jeder Phase deines Lebens, während deines großen ersten Liebeskummers und der ersten verpatzten Klausur, als du bis zu den Knien buchstäblich in Scheiße des nächstbesten Mastbetriebs standest und als die Zusage für dein Praktikum im britischen Parlament ins Haus flatterte. Dein Leben steht in voller Blüte, behauptest du, obwohl die sich stapelnden Arztrechnungen auf deinem Schreibtisch was anderes sagen. Schreien. Sie schreien dich an, so laut, dass du eindringlich versuchst, sie zu ignorieren. Du stirbst. Nicht in 60 Jahren, nicht in 20, vielleicht schon morgen. Niemand kann’s dir genau sagen. Und das, obwohl du noch so viel auf deiner verdammt langen Bucket List stehen hast.
Mensch
24 Jahre alt
Basil Watkins
Gäbe es ein Buch mit sieben Siegeln, wärst du ohne Zweifel ein Kapitel darin. Schwer zu lesen und noch schwerer zu begreifen. Dein Gesicht hat sich eingebrannt in die Geschichte der Stadt, die du mittlerweile Heimat nennst, doch die Entwicklung der letzten Jahrzehnte entlockt dir nun nicht mehr als ein müdes Gähnen. Stets auf dem Sprung, stets auf der Suche, gibst du dich nicht zufrieden mit dem Stillstand, der London bereits seit Jahren fest im Griff hat. Du bist ein wankelmütiges Geschöpft, ein Vampir, der auf der Suche nach sich selbst irgendwo falsch abgebogen ist und nun festsitzt in einem starren Konstrukt. Eines, dem du dein Leben verschworen hast, weil es aus eben jenen besteht, denen du dein Leben vermacht hast; denen du vertraust und die neben der Verpflichtung der einzige Grund sind, wieso du noch immer hier bist. Mit Müh’ und Not machst du das Beste aus deiner Situation, bist heute hier, morgen dort. Dein Ruf wird dir kaum gerecht und trotzdem fällt es dir leicht, das platte Bild immer weiter zu befeuern. Schwer zu glauben, dass du Teil des Londoner Zirkels sein willst, der vor so vielen Jahren nicht nur ein Dutzend Lebend nahm - sondern auch für Frieden stimmte. Sieht man dir gar nicht an.
Vampir
457 Jahre alt
Stella Catrina Wingrave
Was glaubst du, wer man ist, wenn ein Jahrtausend sich anfühlt, wie ein Wimpernschlag? Die Zeit ist ein Konstrukt, das du längst aufgegeben hast. Die Unendlichkeit steht dir offen und das nun schon so lang, dass du nicht mehr weißt, wie ein endliches Leben aussehen könnte. Wie ein Leben ohne den stetigen Drang nach Blut sein könnte. Du bist eine von ihnen, schlägst deine Zähne so tief in menschliches Fleisch, dass es unter ihrer Spannung reißt. Bist eines dieser Wesen, für die Bücher geschrieben, Filme gedreht und Lieder komponiert werden, doch dein Leben ist längst nicht so romantisiert. Ständig auf der Flucht, niemals sesshaft werden, niemals das Gefühl von wahrem Glück, wahrer Liebe oder wahrer Zugehörigkeit fühlen; das ist dein Schicksal, seit vor Jahrhunderten der Teil von dir ausgelöscht wurde, dem du dein Leben verschrieben hättest. Hast seither stets nur die weitesten Wege gesucht, die größtmögliche Distanz zwischen dich und deine Erinnerung gebracht.
Vampirin
1203 Jahre alt
Isabel del Rio
Knapp daneben ist auch vorbei ist ein bisschen schon dein Motto. Du passt in keine Schublade, sondern nur knapp daneben. Du passt in kein Klischee, sondern nur knapp daneben. Als du deine Mitschülerin verteidigt hast, hast du’s wirklich gut gemeint, weil du’s eigentlich immer gut meinst, aber trotzdem: hast knapp daneben gelegen. Hast dich geirrt und dann zu schnell die Klappe aufgerissen. Naja, irren ist menschlich, ganz besonders, wenn man noch ein Teenager ist, der von Tuten und Blasen noch keine Ahnung hat. Du bist buchstäblich noch grün hinter den Ohren und das liegt nicht (oder nicht immer) an der Farbe, die irgendwie immer an dir klebt, weil du jedes Gefühl, jede Emotion und jeden Gedanken auf Leinwand bringen musst. Man könnte sagen, du bist - oder wirst - ein kleiner Picasso, genauso eigenbrötlerisch bist du ja schon. Bleibt zu hoffen, dass du dir nicht das Ohr abschneidest. Im Moment bist du aber sowieso beschäftigt genug damit, deine Noten über Wasser zu halten, weil du in allem, was du nicht magst, echt scheiße bist und die wenigen Dinge, die du kannst, dafür gleich übermäßig perfekt machen musst. Bist beschäftigt damit, ein mittelmäßig guter Teenager zu sein, deine Freundschaften zu pflegen, also ein Sozialleben aufzubauen, dir Gedanken über die Zukunft zu machen, Jungs plötzlich nicht mehr so doof zu finden und festzustellen, dass Mädchen ja auch ganz anders sein können. Nebenbei ist es ein ganz schön hartes Stück Arbeit, dich nicht auf dem Ruf deiner Schwester auszuruhen, obwohl du ohne sie quasi nicht überleben könntest, auf Vinted genau zur richtigen Zeit ein Schnäppchen zu schlagen und im Sommerurlaub das richtige Maß an Sonnenbräune zu treffen. Ist schon schwer, so ein Leben als Teenager.
Mensch
16 Jahre alt
Mattia Fiore
Wenn’s nach der Familie deiner Mutter geht, stehst du bald in den großen Stadien dieser Welt, Fans von überall her halten Pappschilder hoch und wünschen sich Kinder von dir. Dass die Wahrscheinlichkeit, wirklich erfolgreich in diesem Sport zu werden (besonders dann, wenn man aus der italienischen Provinz stammt, wo die Headhunter nicht an Bäumen wachsen) bei dir eher nicht-so-rosig aussehen, ist dabei ziemlich egal. Deine Meinung im Übrigen auch, denn was zählt die schon, wenn sie nicht mit dem übereinstimmt, was du ja so offensichtlich richtig gut kannst? Du hast dich irgendwie damit arrangiert, dich dem Bild hingegeben, das man von dir zeichnet. Für deine Schwester bist du Mattia der Coole, für deine Cousins, Onkels und deinen nonno bist du Mattia der Fußballer, für deine Eltern bist du Mattia der gute Sohn und für die Eltern deiner Freundin bist du ganz klar Mattia der perfekte Schwiegersohn. Deine Lehrer sehen in dir eher Mattia den Faulen, denn dumm bist du nicht, aber richtig Lust zeigst du auch nur für ziemlich wenig im Unterricht. Du bist kein guter Schüler und trotzdem ist man sich geschlossen sicher: der Mattia, der kriegt ein tolles Sportstipendium, kriegt dadurch seine sportliche Ausbildung finanziert und wird irgendwann beim AC Mailand spielen. Ja und du, du nickst, weil du sowieso von allen am wenigsten weißt, welcher Mattia du eigentlich sein willst.
Mensch
17 Jahre alt
Sanna Hendricks
Für dich dreht sich die Welt in 0,5facher Geschwindigkeit. Entschleunigt, sozusagen. Du fühlst dich beschränkt, beschnitten. Fühlt sich alles fremd an für dich, falsch und unvertraut. Weißt gar nicht, wie du dir die Welt da draußen vorstellen sollst, kennst das Konzept von U-Bahnen und Wolkenkratzern nur aus Filmen und Büchern; gesehen hast du nie welche. Verhält sich mit so vielem in dieser grenzenlosen Welt so, kennst so vieles nur in der Theorie. Ironie des Schicksals, bist doch gerade Du jemand - Etwas - das es so bislang nur in eben dieser gab; in der Theorie. Du bist eine solche, ein wahrgewordenes theoretisches Konstrukt, eine Absonderlichkeit - eine Abscheulichkeit? Du weißt es nicht. Du weißt nicht, wie die Gesellschaft da draußen funktioniert und du weißt nicht, wie Du funktionierst. Dich kann man in keine Schublade stecken, bist weder das eine noch das andere. Weder Mensch noch Vampir, sondern irgendwas dazwischen. Ist dieses Dazwischen, das es dir schwerer macht, als es sein müsste. Das deinen inneren Konflikt, herauszufinden, wer du sein willst, jeden Tag aufs neue schürt. Fünf Jahrzehnte später bist du kein Stück weiter, buchstäblich und im übertragenen Sinne. Hast keine Ahnung, wieso ausgerechnet du anders sein musst. Wieso ausgerechnet du nicht sein kannst, wie die, die du liebst. Heute hier, morgen dort ist ein Lebensmotto, eine Philosophie, die dich begleitet; schon immer. Hast nie länger an einem Ort gelebt, dich niemals wirklich heimisch gefühlt, ansässig. Immer unterwegs, immer in Bewegung. Liegt nicht unwesentlich daran, dass du Aufsehen erregst. Du und deine Schwestern, die nicht altern. Hast so viel gemein mit ihnen - und so viel nicht. Teilst die Unendlichkeit, die Liebe zum Blut und zu den schönen Dingen des Lebens, die du eigentlich gar nicht richtig einordnen kannst. Dir zu eigen ist dein schlagendes Herz, deine rosigen Wangen, deine nur spärlich schimmernde Haut. Bist kein reflektierender Diamant im Sonnenlicht, bist doch auch kein Kind der Dunkelheit. Bist irgendwas dazwischen. Baust dir deine Welt aus allem, was dir zur Verfügung steht. Streifst dein äußeres Gewand ab, um zu leben - um Dinge zu erleben, die den junges Alter dir verbietet. Schlüpfst in die Hülle einer anderen und fragst dich jedes Mal: bist du sie? Bist du du? Wer bist du? Und wer ist eigentlich Sanna?
Hybridin
50 Jahre alt
Maeve Donahue
Wo du auftauchst, hinterlässt du Spuren. Brandmarken, Pfotenabdrücke, Eindrücke und Emotionen. War dir schon als Kind zu eigen, nie so ganz in eine der gängigsten Schubladen zu passen; bist ins Leben gestartet ohne das Klischee einer Familie zu bestätigen, das dir in einem anderen Leben vielleicht zugedacht gewesen wäre. Bist stattdessen groß geworden im dichten Dschungel der unerklärlichsten Fantasien, aufgewachsen als Mensch unter Monstern Gestaltwandlern. So banal dein Start also war, so viel Fahrt hat dein Leben aufgenommen, umso älter du wurdest. Die Ruhe hast du nie gefunden, war nie ein Teil von dir. Stattdessen hat’s dich immer weitergezogen, tiefer in die Mysterien dieser Welt, obwohl die meiste Zeit deines Lebens alles an dir so furchtbar zerbrechlich war. Zutiefst menschlich. Heute bist du nichts mehr davon; nicht mehr zerbrechlich, nicht mehr menschlich. Bist Teil dieser sonderbaren Welt, Teil von etwas, das du schon immer sein wolltest. Übernatürlich. Hast es dir nicht ausgesucht - nicht den Ort, nicht die Zeit, nicht die Art und Weise. Hast danach gefragt, es sogar eingefordert, aber nie damit gerechnet, dass es tatsächlich passiert. Heute wandelst du als Werwölfin durch die Wälder und Straßen, hast die ureigenen Instinkte der Menschen, die du scheinbar ohnehin nie besessen hast, gänzlich abgelegt. Du bist dir deiner Sache so verdammt sicher, dass du mit dem Kopf voran jeder Gefahr begegnest; und mehrmals nur knapp mit dem Leben davongekommen. Dass du jene, die sich um dich sorgen - allen voran deinen besten Freund, der gleich in mehrfacher Hinsicht ohne dich nicht leben kann - damit ebenso großen Gefahren aussetzt, wie dich selbst, jetzt, wo du den Weg nach London gewagt hast; jetzt, wo du dich in die Höhle des Löwen begeben hast - ja, diese Erkenntnis scheint sich noch längst nicht eingestellt zu haben.
Werwölfin
25 Jahre alt