social classMittelschicht
ResidenceLondon, Vereinigtes Königreich
Bei Familie Hodge ging’s immer ziemlich bunt zu - im Reihenhaus in der Londoner Vorstadt blieb’ kein Stein auf dem anderen - kein Wunder, es war vielleicht auch ein bisschen zu klein für die vier Kinder, die aus der liebevollen Ehe zwischen Nicholas und Katherine hervor gingen. Dass sie die Kinderschar aus drei Mädchen und einem Jungen eben einfach so ergeben hat, war hier beliebte Aussage - einfach so ergeben, hm, das kann vieles heißen - aber bedeutete nie, dass auch nur eines der Kinder mehr oder weniger geliebt wurde als das andere. Im sechsköpfigen Hodge-Haushalt war der Gürtel immer etwas enger geschnürt; Ausflüge in den Zoo oder in den Freizeitpark waren selten, aber Essen war immer auf dem Tisch, auch, wenn’s gen Ende des Monats gern mal schwieriger wurde. Während Nick und Kat ihr Bestes gaben, den monatlichen finanziellen Struggle vor ihren Kids zu verstecken, genossen diese ihre Kindheit in vollen Zügen - sie alle erinnern sich an endlose Sommer im Garten, an den Apfelbaum im frühen Herbst, von dem sie “heimlich” Früchte klauten, aus denen Mama doch eigentlich Apfelkuchen hatte backen wollen; daran, nachts unter der Decke mit einer Taschenlampe Bücher zu lesen, bis die Augen zufielen - und ohne Buch und Taschenlampe im Bett morgens ordentlich zugedeckt aufzuwachen. Ohne Zweifel: das Leben für alle Beteiligten war im Häuschen der Hodges schon immer eine gute, gesunde Mischung aus
Liebe und Magie, auch, wenn’s schnulzig klingt, aber es stimmt. Heute stehen die vier Hodge-Kinder auf eigenen Beinen, sind teils verheiratet, haben Familie - und wissen ja doch, dass sie jederzeit in ihr Elternhaus zurückkehren können, wenn’s hart auf hart kommt.